„Auf der Couch mit ...“

… ist eine Kooperation des Theaters im Bauturm und der Eckhard Busch Stiftung. Zwei- bis dreimal im Jahr werden (bekannte und weniger bekannte) Menschen, die einen persönlichen, beruflichen oder ungewöhnlichen Bezug zur Psychiatrie haben, zum Gespräch auf die Couch eingeladen. Die Veranstaltung soll dazu beitragen, Vorurteile und das Stigma gegenüber Menschen mit psychischen Erkrankungen abzubauen und Begegnungen auf Augenhöhe ermöglichen.

Der Moderator
Frank Liffers konzeptioniert und moderiert Workshops und Veranstaltungen in den Bereichen Bildung, Kultur, Soziales und Wirtschaft. Sein Hauptinteresse ist es, Menschen zusammenzubringen und Dialoge herzustellen. Das Format „Auf der Couch mit...“ ist eine Traumaufgabe. Er freut sich darauf, in persönlicher Atmosphäre Gesprächspartner kennenzulernen, um dazu beizutragen ein gesellschaftlich tabuisiertes Thema einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.


Auf der Couch mit Willibert Pauels

Gestern Abend stand im Thetaer im Bauturm wieder die rote Couch und Platz genommen hat Willibert Pauels, eine kölsche Karnevalsgröße!
Mit sehr viel Herzblut erzählte Pauels von seinem Erleben der Depression, aber auch vom Karneval, was hilft und heilt und nahm das Publikum mit durch einen schwungvollen Abend trotz des schwierigen Themas! Frank Liffers moderierte den Abend und führte das Gespräch wie immer mit viel Herz, Köpfchen, Humor und gekonnten Fragen! Danke an die Herren und an das Theater im Bauturm!

„Ne bergische Jung“
Willibert Pauels, im Hauptberuf Diakon aus Wipperfürth-Hamböken, hat sich im kölschen Fastelovend mit der Figur „Ne Bergische Jung“ den Ruf erarbeitet, einer der besten Komödianten im rheinischen Karneval zu sein. Er gilt als „genialer Verkäufer des höheren Blödsinns, als talentierter Schauspieler, der Ton, Tempo und Gestik geschickt einsetzt.“ (WDR) Zeitweise schrieb Pauels als Kolumnist für den Kölner Express, war regelmäßig im Kölner Domradio um 11:11 Uhr mit dem „Wort zum Samstag“ zu hören – und auf der Internetseite des Senders dabei auch zu sehen. Ein Gottesmann agiert als Narr. Professionell. Seine beiden Berufungen seien eben artverwandt, erklärt Pauels, bei beiden ginge es darum, die Menschen von ihren Ängsten zu befreien: „Bis zum 15. Jahrhundert gab es in der Ostermesse das Osterlachen. Man lachte den Tod aus. Deshalb erzählten die Priester von der Kanzel einen Witz. „Geistliche“, so Pauels, „waren die ersten Büttenredner.“ Der Theologe besitzt ein sicheres Gespür für den leichten, aber niemals verletzenden Humor. Über 15 Jahre stieg der Gottesmann in die Bütt – nach einer persönlichen, krankheitsbedingten Auszeit predigt Pauels wieder vorrangig von der Kanzel. Die Botschaft lautet: „Religion bedeutet Trost. Wir müssen keine Angst haben – Lachende sind leicht wie Engel.“

Mit dem verschmitzten Charme eines Pater Brown und der bodenständigen Komik eines Don Camillo erzählt uns der „DiaClown“ Willibert Pauels himmlisch-irdische Geschichten über die Menschen, die Religion und die Leichtigkeit des Seins. Das Heilige und das profane mixt er versiert zu einem humoristischen Ganzen, frei nach dem Motto: „Es dat nit herrlich?“

01/17

Auf der Couch mit Tobi Katze

... am gestrigen Abend im Theater im Bauturm! Es war ein sehr spannender und temporeicher Abend! Unser Dank geht an Tobi Katze, der sehr offen, locker und spontan erzählt hat von sich, seinem Weg zur Literatur und auch von seinen Depressionen und er hat uns auch 2 Texte "geschenkt", großartig! Und danke an Frank Liffers, der einfühlsam und sehr gut durch den Abend geführt und moderiert hat!

„Morgen ist leider auch noch ein Tag – Irgendwie hatte ich von meiner Depression mehr erwartet“
Live-Literatur mit Risiken und Nebenwirkungen! In schlechten Phasen starrt er stundenlang die Raufasertapete an («irre Action für die Augen»), diskutiert ausgiebig mit sich selbst die Sinnlosigkeit des Aufräumens und lässt sich von einem klingelnden Telefon Schuldgefühle einreden. In sehr schlechten Phasen ist sogar das zu anstrengend. „Sie haben eine Depression“, sagt sein Therapeut. „Wenn sie damit meinen, dass meine Hirnchemie laut Arschloch schreit – gebe ich ihnen Recht“, sagt er. Unterhaltsam und selbstironisch erzählt Tobi Katze Geschichten über das Leben mit der psychischen Störung, die er mit 4 Millionen Menschen in Deutschland teilt. Spricht man so über Depression? Ja, genau so! Und es darf dabei herzhaft gelacht werden.

Tobi Katze, geboren 1981, tritt seit mehr als zehn Jahren auf Poetry Slams und Lesebühnen auf. Er gewann 2007 den LesArt-Preis der jungen Literatur und 2014 den Bielefelder Kabarettpreis für sein erstes Bühnenprogramm «rocknrollmitbuchstaben». Im Januar 2014 startete er auf stern.de seinen Blog «Das Gegenteil von traurig» über Leben und Arbeit mit Depressionen. Im September 2015 veröffentlichte Rowohlt seinen SPIEGEL-Bestseller «Morgen ist leider auch noch ein Tag».

Am 30.1.2017 freuen wir uns nun auf Willibert Pauels!

11/16

Auf der Couch mit Cordula Stratmann

Am 11. April 2016 um 20 Uhr im Theater im Bauturm, Aachener Str. 24 – 26, Köln.

Was für ein Glanz in unserer Hütte: Cordula Stratmann, die Komödiantin, die mal als Sozialarbeiterin und Familientherapeutin gearbeitet hat bevor sie fast ein bisschen zufällig ins Showgeschäft kam, saß gestern mit Laurenz Leky auf der roten Couch im Theater im Bauturm.

Cordula Stratmann ist der Humor, welche Ressource bei jeder Form von seelischen Schwankungen, wirklich in die Wiege gelegt worden und zwar reichlich. Sie erzählte was ihr erster Beruf mit dem heutigen zu tun hat, wie wichtig diese Ausbildung und Erfahrung für sie war und auch was sie manchmal mit Respekt erfüllt! Ein sehr kurzweiliger Abend mit Cordula und ganz persönlich! Vielen Dank!

4/16

Auf der Couch mit Bürgermeisterin Elfie Scho-Antwerpes

Am 16. November 2015 um 20 Uhr im Theater im Bauturm, Aachener Str. 24 – 26, Köln.

Im Rahmen unserer Reihe „Auf der Couch mit …“ nahm gestern Abend, am 16.11.2015 Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes Platz. Das Gespräch führte der designierte Leiter des Theaters im Bauturm Laurenz Leky mit viel Fingerspitzengefühl und Leichtigkeit.

Elfi Scho-Antwerpes nahm Ihre Zuhörer schnell und gänzlich ein mit Ihrer sehr persönlichen, offenen, empathischen und authentischen Art! Es wäre ein Gewinn, wir hätten mehr Politiker dien Formats und die sich so für schwierige Themen, wie unsere einsetzen! Danke für den tollen Abend!

Wir freuen uns jetzt schon ankündigen zu können, dass am 11.4.2016 Cordula Stratmann als nächster Gast auf der Couch Platz nimmt!

11/15

Auf der Couch mit Dr. Manfred Lütz

Nach dem Start der neuen Reihe „Auf der Couch mit …“ im Rahmen der „Woche für seelische Gesundheit“ im Herbst 2014, haben wir die Kooperation mit dem Theater im Bauturm fortgesetzt und durften am 4. Mai 2015 um 20 Uhr einen sehr prominenten Gast begrüßen: Dr. Manfred Lütz! Dr. Lütz ist Chefarzt des Alexianer-Krankenhauses und bekannter Bestseller-Autor. Der engagierte Psychiater, Psychotherapeut und katholische Theologe setzt sich in seinen Büchern humorvoll und mitunter auch sehr satirisch mit Gesundheitsthemen und religiösen Fragestellungen auseinander. Titel wie „Irre – wir behandeln die Falschen – die Normalen sind das Problem“, „Bluff“ und „Lebenslust in unlustigen Zeiten“ machten ihn einem breiten Publikum bekannt.

Es war ein sehr spannender Abend, vielen Dank an Dr. Manfred Lütz für die zahlreichen wichtigen Erklärungen und Gedankenanstöße zu vielen Aspekten im Bereich der psychischen Erkrankungen und dafür, dass er es versteht mit seiner Art und seinem Humor dem ohnehin so schwierigen Thema etwas von der Schwere zu nehmen!

Wir sind begeistert!

5/15

Auf der Couch mit Wolfgang Oelsner

Am Freitag Abend startete die neue Reihe "Auf der Couch mit ...", eine Kooperation des „Theaters im Bauturm“ und der Eckhard Busch Stiftung im Rahmen der "Woche für seelische Gesundheit"!

Mit Wolfgang Oelsner, Pädagoge, Kinder – und Jugendanalytiker und langjähriger Leiter der Johann-Christoph-Winters-Schule für Kranke hatten wir einen sehr erfahrenen Gast, mit rheinischem Gemüt auf der Couch ... auch liebevoll als „Karnevalsphilosoph“ bezeichnet. Wolfgang Oelsner betonte, dass es absolut wünschenswert wäre, wenn alle Berufsgruppen, die viel oder ausschließlich mit Menschen arbeiten (Mediziner, Juristen, Pädagogen etc.) eine psychologische Grundausbildung erhielten. Darüber hinaus verwies Wolfgang Oelsner immer wieder darauf, dass wir nicht einseitig schauen dürfen, man könne sich das Symptom auch zum Freund machen und letztlich hätte auch jedes noch so absonderlich Symptom eine positive Seite, man müsse sie nur auch sehen wollen!

Das lebendige Gespräch endet mit einigen Betrachtungen zum Karneval, dem „geregelten Anderssein“, in dem jeder die Facetten seiner selbst zeigen kann, die er sonst nicht zeigen kann, darf oder will und den tieferen Sinn im karnevalistischen Treiben.

Moderatorin Marlis Prinzing gestaltete das sehr spannendes Gespräch, mit Tiefgang und auch herzlichen Lachern. Das Publikum war begeistert!

Wir freuen uns auf die Fortsetzung 2015 mit weiteren spannenden Gästen auf der Couch, alle Details finden sich entsprechend vorher auf unserer Website.

10/14