Literatur

Hier finden Sie empfehlenswerte Literatur - sowohl für Betroffene als auch für deren Angehörige.

Ausstieg aus Verhaltenssüchten Wie Schematherapie helfen kann

Autorinnen: Julia Arnhold, Hannah Hoppe

Verlag: Junfermann, 30.00 Euro

Wenn die Lust zur Sucht wird

Haben Sie das Gefühl, bestimmte Aktivitäten in ihrem Ausmaß nicht mehr kontrollieren zu können? Ist zum Beispiel Surfen im Internet, Glücksspiel, Sex, Sport, Einkaufen oder Arbeiten zu Ihrem Lebensmittelpunkt geworden? Kreisen Ihre Gedanken ständig darum, wann Sie diesem Verhalten wieder nachkommen werden?
Nicht nur Drogen, sondern auch Verhaltensweisen können süchtig machen. Und diese sogenannten Verhaltenssüchte gehen auf Dauer mit verheerenden gesundheitlichen und sozialen Schäden einher. Dieses Selbsthilfebuch ist zur selbstständigen Anwendung oder auch als Begleitung während einer Therapie geeignet. Auf Grundlage des schematherapeutischen Ansatzes und mithilfe von Reflexions- und Entspannungsübungen lernen Sie, Ihre wahren Gefühle und Bedürfnisse wahrzunehmen. Sie erarbeiten sich Schritt für Schritt Strategien, mit den Herausforderungen des Lebens konstruktiv umzugehen, anstatt sie durch eine Flucht in die Verhaltenssucht zu kompensieren.

Ich würde so etwas nie ohne Lippenstift lesen Maeve Brennan. Eine Biographie

Autor: Michaela Karl

Verlag: Hoffmann und Campe, Hamburg 2019. 352 Seiten, 22 Euro.

Der Titel allein macht neugierig und lässt sofort ein Bild entstehen, wie diese Maeve Brennan gewesen sein könnte: Selbstbewusst, unkonventionell, wahrscheinlich ein bisschen gaga ... Nach der Lektüre des Buches weiß man: Genauso war sie, doch in allem noch viel extremer, dazu schön, begabt, erfolgreich und umschwärmt, eine schillernde Persönlichkeit auf dem schmalen Grat zwischen Glamour und Wahnsinn, wie es in dem Klappentext heißt.

Maeve Brennan, geboren 1917 in Irland als Tochter von irischen Unabhängigkeitskämpfern und Gründungsmitglieder der Partei Sinn Féin, lebte ab 1934 in Amerika. Ihr Vater wurde als irischer Diplomat nach Washington entsandt, wohl ein Glück für die junge Maeve. Schnell eroberte sie sich die neue Welt und wurde bald als Autorin von Kolumnen und Kurzgeschichten bekannt. Zuerst arbeitete Brennan als Werbetexterin für das damals revolutionäre Mode- und Gesellschaftsmagazin Harper’s Bazaar, dann für das progressive Magazin The New Yorker.

Dort wurde sie vor allem mit ihrer Kolumne der »langatmigen Lady« berühmt. Der New Yorker ist offenbar die richtige Umgebung für Maeve, er wurde schnell zur Ersatzfamilie. Die Redaktion ist zu der Zeit »eine Sammelstelle für Exzentriker, Alkoholiker, Depressive und Neurotiker.« ... »Für Außenstehende scheint es, als seien beim New Yorker mehr oder weniger alle verrückt.« Zumindest war er ein toleranter Ort, in dem man über alle Verrücktheiten hinwegsah, weil es geniale Menschen waren, die dort arbeiteten. Wie in einer Familie kümmerte man sich umeinander, selbst Rechnungen und überzogene Konten wurden wiederholt und stillschweigend beglichen.

Was auch Maeve Brennan häufig erlebte, weil sie erst durch eine Schreibblockade und später durch schwere psychische Krisen nicht mehr in der Lage war zu arbeiten. Die Symptome sprechen für eine Schizophrenie, eine Krankenakte gibt es laut Michaela Karl aber nicht. Fakt ist, dass sich Maeve Brennan anfangs freiwillig in eine psychiatrische Klinik begeben hat, um sich behandeln zu lassen. Sie bekam Medikamente und eine Therapie, die gut anschlugen. Doch ein Leben in Abhängigkeit von Tabletten war für sie unvorstellbar, immer wieder setzte sie die Tabletten ab, wenn es ihr besser ging. Ihre Lebensumstände wurden immer chaotischer, sie litt an Paranoia und Demenz. 1993 starb sie einsam in einem Pflegeheim.

Lange Zeit war diese ungewöhnliche Frau und Autorin in Vergessenheit geraten. Es ist zum einem dem Steidl-Verlag zu verdanken, dass sie wiederentdeckt wurde – er hat ihre Kurzgeschichten und New-York-Kolumnen übersetzt und in schönen Ausgaben veröffentlicht. Vor allem aber gilt der Dank der Autorin Michaela Karl, die sich dieser beeindruckenden Person und ihres Lebens angenommen hat und daraus dieses wunderbare Buch gemacht hat. Es ist ein »pointiert erzähltes, luftiges und durchlässiges Buch«, schreibt Katja Kullmann in der taz (www.taz.de/Biografie-ueber-Maeve-Brennan/!5582034/) – »eines, das nicht nur seinem Gegenstand, seiner Heldin voll gerecht wird, sondern eines, dessen Lektüre auch jenen Spaß machen dürfte, die noch nie von dieser Heldin gehört, geschweige denn, etwas von ihr gelesen haben.« Diesem Urteil kann sich die Rezensentin nur anschließen.   

Unsichtbare Narben Erwachsene Kinder psychisch erkrankter Eltern berichten

Herausgeber/in: Johannes Jungbauer und Katharina Heitmann

Verlag: Balance buch + medien verlag, 144 Seiten, 15.00 Euro

Die Berichte in diesem Erfahrungsband, verfasst von erwachsenen Töchtern und Söhnen psychisch kranker Eltern, sind schwer auszuhalten – und gerade deswegen ist es so wichtig, dass sie erschienen sind. Denn sie werden vielen anderen Betroffenen Mut machen, sich ihren Erinnerungen zu stellen und sich – vielleicht – mit der eigenen Familiengeschichte zu versöhnen.

Entstanden ist das Buch im Zusammenhang mit einer Studie, in der rund 500 erwachsene Kinder psychisch Erkrankter zu ihren Kindheitserfahrungen und ihrem weiteren Lebensweg befragt wurde. Die Resonanz war überaus positiv und viele Teilnehmende äußerten den Wunsch nach einem Buch mit Erfahrungsberichten, um sich bewusster mit der eigenen Geschichte auseinanderzusetzen, ihre Probleme und die heutige Lebenssituation besser zu verstehen.

Erstaunlicherweise, so die Herausgebenden, gibt es nur wenig Fach- und Ratgeberliteratur zur biografischen Entwicklung dieser Gruppe und zum speziellen Hilfebedarf. Der Fokus liegt bisher vorwiegend auf der Situation von Kindern und Jugendlichen, dabei weiß man inzwischen, wie nachhaltig sich die psychische Erkrankung eines Elternteils auf das weitere Leben auswirken kann. Das zeigen sehr deutlich die erschütternden Berichte in diesem Buch.

Da ist zum Beispiel Katharina, 42, Tochter einer zwangsgestörten Mutter. Wenn sie von der Schule kam, musste sie sich am Eingang nackt ausziehen, direkt ins Bad gehen und dort mindestens eine Stunde baden, unter Aufsicht der Mutter. Anschließend bekam sie frisch gewaschene Kleidung und wurde im Haus eingesperrt, damit sie sich nicht wieder „verunreinigte“. Nie gab es Besuch im Haus, nie durfte sie mit anderen Kindern spielen, nie jemanden erzählen, wie es zuhause war. Lange Zeit war sie selbst in diesem Teufelskreis gefangen und hat die Zwänge ihrer Mutter unterstützt, weil sie deren Verhalten nicht einordnen konnte. Bis heute ist sie massiv verunsichert und traut ihrer eigenen Wahrnehmung und ihren Bedürfnissen nicht.

Ute, 54, lebte in ständiger Angst, dass sich ihre depressive und alkoholkranke Mutter das Leben nehmen könnte. Sie dachte: „Wenn ich mich nur genug anstrenge, wird sie wieder glücklich.“ Sie stellte ihre eigenen Bedürfnisse zurück, hatte immer Schuldgefühle, nicht genug getan zu haben. Trotz aller Bemühungen trank sich die Mutter schließlich zu Tode.

Vanessa, 41, Tochter einer an Schizophrenie erkrankten Mutter, schreibt: „Meine Narben bleiben für immer.“ Sie erinnert sich an ihre unbeschreibliche Wut, sie konnte sich selbst nicht mehr spüren und begann sich zu ritzen und sich mit Mitschülerinnen zu prügeln. Ihr Vater ließ sie mit der kranken Mutter allein, sie fühlte sich im Stich gelassen und überfordert.

Vom abwesenden Vater ist oft die Rede in den Berichten. Auch von Scham- und Schuldgefühlen, Bindungstrauma, Versagensängsten, weil die Bürde der vermeintlichen Verantwortung zu hoch ist. Das Erzählen der eigenen Geschichte war für alle Betroffenen schmerzhaft und hilfreich zugleich, schreiben sie, denn die intensive Auseinandersetzung mit sich selbst, mit dem eigenen Verhalten, förderte verborgene und lange unterdrückte Gefühle hervor. Die Kindheitserlebnisse zu verarbeiten ist „eine lebenslange Aufgabe“, schreibt Vanessa. Aus dieser Erkenntnis schöpfe sie aber auch viel Kraft. „Ich bin es mir wert, für die unabhängige Entfaltung meiner Persönlichkeit und meiner Autonomie zu kämpfen.“ Sie ermutigt andere Betroffene: „Keine Kindheitserfahrung, keine noch so tiefe, unsichtbare Narbe darf Sie entmutigen und daran hindern, ihr eigenes Leben zu leben!“

Buddy Holly auf der Wilhelmshöhe

Autor: Wolfgang Welt

Verlag: Suhrkamp

Das Werk und der Autor Wolfgang Welt dürfte den wenigsten bekannt sein. Der 2016 verstorbene Schriftsteller galt und gilt als Geheimtipp. Das ändert sich langsam: Bereits 2014 forderten 30 namhafte Schriftsteller, Journalisten und Literaturwissenschaftler, unter ihnen Peter Handke, Welt mit dem Literaturpreis Ruhr auszuzeichnen. 2018 gab es eine umfangreiche Ausstellung im Heinrich-Heine-Institut, Düsseldorf. Dort wird sein Nachlass verwahrt. Handke gehörte schon früh zu Welts Fans und empfahl ihn an den Suhrkamp-Verlag. Da ist dann auch 2006 sein Buch »Buddy Holly auf der Wilhelmshöhe« erschienen. Doch zu großem Ruhm hat er es nie gebracht.

Wolfgang Welt, 1952 in Bochum geboren, schreibt über das eigene Leben. Alles, was er erlebt und beobachtet, schreibt er exakt auf, in einer einfachen, schnörkellosen Sprache. Er berichtet über Popmusik(er), seine Tätigkeit als Musikkritiker, Sex oder die schizophrene Psychose, an der er später erkrankt. Seine Musikkritiken gestaltet Welt radikal subjektiv und formuliert klar, wen er schätzt und wen nicht – alle mit Klarnamen. Er schont niemanden, am wenigsten sich selbst. Er ist nie selbstmitleidig, obwohl er allen Grund dazu hätte. Nichts gelingt ihm wirklich und die Annäherungsversuche ans andere Geschlecht misslingen meist gründlich.

Als Musikkritiker erschreibt er sich durch seinen frechen, respektlosen Stil zwar bald einen Ruf, der ihm Aufträge der damals wichtigsten Musikzeitschriften einbringt wie Spex, Sounds und Musikexpress. Doch auf dem Höhepunkt seiner Karriere erkrankt er schwer. Er glaubt, J. R. Ewing zu sein, die Hauptfigur der TV-Serie „Dallas“, und Hans Beimer aus der Lindenstraße. Diagnose: schizophrene Psychose mit manisch-depressivem Einschlag. Er muss mehrmals in die Psychiatrie und fortan regelmäßig Psychopharmaka einnehmen. »Ich schrieb mich verrückt«, heißt dann auch das letzte Kapitel im Buch – so furios und rasant erzählt, wie man es noch nicht über Psychosen gelesen hat.

Nach seiner psychischen Erkrankung beendet er seine Journalistenlaufbahn und arbeitet erst als Wachmann, ab 1991 als Nachtpförtner im Schauspielhaus Bochum. Nebenher schreibt er weiter. Bei Suhrkamp erschien 2009 noch der Roman: »Doris hilft«. Martin Willems veröffentlichte im Klartext-Verlag in Zusammenarbeit mit Wolfgang Welt Texte von ihm unter dem Titel: »Ich schrieb mich verrückt.«

Wahnsinn um drei Ecken Eine Familiengeschichte

Autorinnen: Kerstin Samstag, Friederike Samstag

Verlag: Balance buch + medien Verlag, 174 Seiten, 16 Euro

Solch ein Buch hat es bisher nicht gegeben: Mutter und Tochter schreiben – abwechselnd und gemeinsam, wie sie die psychische Erkrankung ihres Sohnes und Bruders erleb(t)en. Allein diese unterschiedlichen Perspektiven machen das Buch besonders. Ein »systemisches Buch im besten Sinne«, schreibt Paar- und Familientherapeut Hartwig Hansen in seiner Rezension: »Hier werden die Sicht- und Erlebensweisen von Mutter und Tochter einzeln und immer wieder aufeinander bezogen geschildert, so dass Widersprüche, Missverständnisse sowie die schwer erkämpfte Klärung deutlich nachvollziehbar werden. So etwas Spannendes habe ich vorher noch nicht gelesen.«

Die Mutter – selbst Psychotherapeutin – und Tochter/Schwester – heute Philosophin – haben ihr Buch geschrieben, weil sie „Texte über das Erleben von Geschwistern und über die Krise der Familienbeziehungen insgesamt vermisst (haben). Wir glauben, solche Texte hätten geholfen, das eigene Erleben einzuordnen und uns weniger allein zu fühlen.“

Ihren Versuch einer Einordnung haben sie in drei Kapitel eingeteilt: 1. Schock und Ohnmacht, 2. Isolation und Rückzug, 3. Den eigenen Ort finden.

Es ist bewundernswert und berührend, wie offen Mutter und Schwester über ihre Gefühle schreiben: Schuldgefühle und Überforderung der Mutter, Verzweiflung der Tochter, die Angst hat um den suizidalen Bruder, sich aber gleichzeitig in den Hintergrund gedrängt fühlt, Ohnmacht gegen die Allmacht der »Profis«, die alles besser wissen.

Die Texte haben eine hohe literarische Qualität und ziehen allein deswegen schon in den Bann. Sie sind zudem eine ehrliche Bilanz auch der eigenen Schwächen und Stärken. Kurzum: Ein bewegendes Buch, nicht nur für Angehörige lesenswert.

Aus den Winterarchiven

Autorin: Merethe Lindstrøm

Verlag: Matthes & Seitz, Berlin 2018, 294 Seiten, 22 Euro

Merethe Lindstrøm schreibt in den »Winterarchiven« über das Leben mit ihrem bipolaren, suizidgefährdeten Mann Mats. Es ist ein sehr persönlicher Roman. „Die Narben sind nicht leicht zu entdecken, die deinen, die meinen, aber ich habe von Anfang an das Gefühl, wir führen etwas zusammen, was man vielleicht nicht zusammenführen sollte, die Schizophrenie deiner Mutter, den Alkoholismus deines Vaters, die Angst meines Vaters, wir sind ein genetischer Code für Unruhe.“

Lindstrøms Sprache ist poetisch, fließt oft in langen Sätzen, dabei unterschiedliche Kontexte verbindend. Beobachtungen aus der Gegenwart, in der sie schreibt, wechseln sich mit Rückblicken ab. Immer wieder taucht sie dabei tief in ihr eigenes Leben und das anderer ein: in Mats Kindheit, in das seiner Mutter und ihres Vaters. Es ist der Versuch einer Selbsterkundung, sie will Klarheit über sich selbst. Dieses wechselnde Geschehen ist anspruchsvoller Stoff und verlangt nach langsamem und achtsamem Lesen, sonst verliert man leicht die Orientierung.

„Aus den Winterarchiven“ ist auch das Zeugnis einer starken Liebe. Und der »genetische Unruhe-Code« erweist sich dabei offenbar als Basis ihrer Verbindung: Seit 18 Jahren sind Mats und Merethe ein Paar, sie haben zwei gemeinsame Töchter. Es sind wohl die Gemeinsamkeiten und die ähnlichen Erfahrungen, die sie beide zusammengeführt und verbunden haben und sie alle Widrigkeiten und Zumutungen seiner Krankheit überstehen lassen. Einmal wollte sie aufgeben und ihn verlassen: Sie ging zur Bushaltestelle und wieder zurück.

Das Haus, in das sie erst kürzlich eingezogen sind, um ihre Beziehung zu retten, die Landschaft und die Jahreszeit spielen eine große Rolle. Herbst und Winter sind vorbei, jetzt kommt der Frühling, sie werden das neue Haus wieder verlassen: »Der Frühling: dass es möglich ist, weiterhin zu gehen, einfach weiterzugehen (…) ich bin froh, dass du hier bist, alles noch immer hier ist, dass es ist und weitergeht.“

Seelischer Marathon Eine ungewöhnliche Lebensgeschichte

Autorin: Andrea Virani

Verlag: Verlagshaus Schlosser

Kurzbeschreibung: Dieses Buch ist wie eine Bestätigung des Ratgebers von Svenja Bunt und Sibylle Prins: ein zufriedenes Leben ist trotz schwerer psychischer Krisen, leidvoller Erfahrungen und geplatzter Lebensträume möglich. Andrea Virani ist die Tochter einer Frau, die an Schizophrenie leidet. Der Vater ist abwesend und kümmert sich nicht. Als die Mutter in die Psychiatrie muss, wird Andrea in wechselnden Pflegefamilien untergebracht, wo sie seelische und körperliche Misshandlungen sowie sexuellen Missbrauch erlebt. Trotz dieser schwierigen Startbedingungen baut sie sich anfangs ein erfolgreiches Leben auf. Sie gilt als hochbegabt, absolviert ein Studium mit Auslandsaufenthalten, ist attraktiv und umschwärmt. Mit 21 Jahren dann der erste Psychiatrieaufenthalt, dem später viele weitere folgen. Heute macht sie Betroffenen Mut und ist aktiv in der Selbsthilfe.

Ihre Geschichte erzählt sie in Vor- und Rückblicken und nach Themen gegliedert. Das ist manchmal verwirrend, auch wegen der Wiederholungen, die es zwangsläufig gibt. Aber auch erhellend, weil sie sich dabei selbst „auf die Schliche“ kommt und ihr Verhalten beinahe nüchtern und auch ohne große Schuldzuweisungen, beispielsweise an die Mutter, reflektiert.
Ihr Resümee am Schluss des Buches ist zuversichtlich: Im Laufe der therapeutischen Prozesse hat sie ungeahnte Begabungen entdeckt wie Malerei und Musik, sie ist menschlicher, liebevoller und demütiger geworden, schreibt sie. Ihr neu gewonnener christlicher Glaube trägt sie ebenso wie die Freunde, die sie in diesem Kreis gefunden hat. Sie ist in einem Selbsthilfeverband politisch aktiv. »Die Psychiatrie stigmatisiert noch immer, das erfahre ich oft am eigenen Leib. Aber noch viel tiefer geht die Stigmatisierung, wenn man sich selbst damit identifiziert. Mich hiervon zu emanzipieren war ein langer, anstrengender Weg, der noch immer andauert. Ich möchte Menschen mit ähnlichen Erfahrungen Mut machen, dass es sich wirklich lohnt und dass es ein hohes Gut ist, für ein freies und selbstbestimmtes Leben zu kämpfen.«

ISBN: 978-3-96200-010-3, 214 Seiten, 12,90 Euro

Ein gutes Leben und andere Probleme Ein Ratgeber von Psychiatrieerfahrenen für Psychiatrieerfahrene

Herausgeberinnen: Svenja Bunt, Sibylle Prins

Verlag: BALANCE buch+medien Verlag

Kurzbeschreibung: Die gute Botschaft gleich zu Beginn: Dieses Buch zeigt, dass man auch mit psychischen Problemen ein gutes Leben haben kann. Die beiden Herausgeberinnen Svenja Bunt und Sibylle Prins sind durchaus ein Garant dafür: Beide haben sie Erfahrung mit der Psychiatrie, beide führen trotzdem ein erfülltes Leben. Trotz mancher Probleme, die immer wieder auftauchen und die es zu bewältigen gilt. Am schwierigsten ist wohl der Umgang mit begrabenen Lebensträumen, aber wenn man dazu eine akzeptierende Haltung einnimmt und gut für sich sorgt, tun sich oft unerwartet Türen auf, so ihre Erfahrung.
Svenja Bunt und Sibylle Prins gehen auf viele »Stolpersteine« ein, die den Weg zum guten Leben beschwerlich machen: Wie gehe ich mit Stress um, wie komme ich mit dem wenigen Geld aus, wie finde ich eine erfüllende Tätigkeit und wie gestalte ich soziale Beziehungen. Es gibt dazu Beispiele von anderen Erfahrenen und ihre eigenen. Wobei die Autorinnen – natürlich – nicht immer einer Meinung sind, dafür sind ihre persönlichen Erfahrungen zu unterschiedlich. Und was der einen gut getan hat, muss für die andere noch lange nicht gelten. Das kommt nicht nur sympathisch rüber, sondern verdeutlicht, dass es eine Fülle von Möglichkeiten gibt, etwas Passendes für sich zu finden. Vor allem, so ihre Botschaft, sollte man nicht aufgeben.
Ein richtig tolles Mutmach-Buch und eine konkrete Lebenshilfe (nicht nur) für Psychiatrieerfahrene.

ISBN: 978-3-86739-139-9, 160 Seiten, 17,00 Euro

https://www.balance-verlag.de/buecher/detail/book-detail/ein-gutes-leben-und-andere-probleme.html

Wieder besser drauf! Ein Ratgeber für junge Menschen zum Umgang mit Stimmungstiefs und Depressionen

Autoren: Gunter Groen, Dorothe Verbeek

Verlag: BALANCE buch+medien Verlag

Kurzbeschreibung: "Wieder besser drauf! Ein Ratgeber für junge Menschen zum Umgang mit Stimmungstiefs und Depressionen" Das Buch wendet sich explizit an Jugendliche und junge Erwachsene in emotionalen Krisen. Das fachlich erfahrene Autorenpaar Gunter Groen und Dorothe Verbeek gibt grundlegende und gut verständliche Informationen zu Traurigkeit und Depressionen. Darüber hinaus vermitteln sie hilfreiche Strategien, sich mit den unguten Gefühlen auseinanderzusetzen, die in der Pubertät auf einen einstürmen und zu überwältigen drohen. Ziel ist u. a., sich selbst besser kennenzulernen und zu ermutigen, sich bei Bedarf weitere Hilfe zu holen. https://www.balance-verlag.de/buecher/detail/book-detail/wieder-besser-drauf.htm

Molly und das große NICHTS

Kinderbuch über Depressionen und Suizidalität

Autorinnen: Anna Sophia Backhaus, Rosa Linke

Verlag: BALANCE buch + medien Verlag

Kurzbeschreibung: "Molly und das große NICHTS" heißt das neue Buch aus der Reihe kids in BALANCE. Ein Bilderbuch über Leben- und Nicht-leben-Wollen. Die Geschichte beginnt mit einem Blick zurück in Mollys Kindheit. Sie wächst wohl behütet auf mit liebevollen Eltern, einer großen Schwester, mit der sie sich gut versteht, und Großeltern, die sie verwöhnen. Bis in der Pubertät die Dinge plötzlich verblassen: "Der blaue Himmel wurde grau, der Duft nach frisch gemähten Gras ging verloren, Omas Bratkartoffeln schmeckten nicht mehr." Molly fühlt nichts mehr. Auch Eltern und Schwester verlieren ihre Bedeutung. Alles ist egal geworden. Selbst die Erinnerung an die Gefühle hat sie verloren. So will sie nicht leben. Mollys Geschichte wird erzählt von Anna Sophia Backhaus, die als Jugendliche selbst Erfahrungen mit Depressionen und Suizidgedanken hatte. Die Illustratorin Rosa Linke hat das Geschehen grafisch kongenial umgesetzt. Der Verlust der Empfindungen, wie er für eine Depression typisch ist, wird in ein Verblassen der Farben übersetzt - die dann bei der Genesung intensiv zurückkommen: "Alles ist zurückgekommen. Die Farben, die Düfte, der Geschmack. Ich lebe." Die Geschichte geht gut aus, nicht nur im Buch. Die Autorin ist heute freischaffende Sängerin, Sprecherin und unterrichtet an der Musikhochschule. Es ist ein großartiges und wichtiges Buch, das den beiden gelungen ist. Es setzt noch mal einen anderen Akzent in dieser verdienstvollen Reihe, die (nicht nur) Kindern psychische Erkrankungen verständlich machen. Vielleicht, weil es eine authentische Geschichte ist und aus dieser Perspektive erzählt wird. Vielleicht auch, weil mögliche Ursachen nicht genannt werden und es keine Erklärungen gibt. Im Anhang findet man jedoch - wie in allen Kinderbüchern - kurze Informationen zum Krankheitsbild und zu Beratungsangeboten. Besonders hilfreich ist der Hinweis, dass man sich nicht scheuen sollte, auf die betroffene Person zuzugehen und sie anzusprechen, wenn man merkt, dass es ihr schlecht geht.

Zehn Jahre kids in BALANCE - eine Erfolgsgeschichte

Kids in BALANCE ist die Kinderbuchreihe im BALANCE buch + medien Verlag, ein Imprint des Psychiatrie Verlages. Durch kindgerechte Geschichten und Bilder werden psychische Erkrankungen verstehbar. Sie helfen Kindern, Veränderungen in der Familie, die durch seelische Krisen ausgelöst werden, einzuordnen. Eltern bieten die Bücher Unterstützung dabei, Probleme in der Familie offen zu besprechen. Auch in Kindergärten sind sie gut einsetzbar. 2018 kann der Verlag das zehnjährige Jubiläum feiern: Was 2008 mit "Mamas Monster" begann, hat sich zu einer veritablen Reihe ausgewachsen, die ein breites Themenspektrum abdeckt: ADHS, Autismus-Spektrum-Störung, Borderline, Depression, Magersucht, Psychose, Trauma, Unfallfolgen. Herzlichen Glückwunsch und weiter so! Alle Titel von kids in BALANCE: https://www.balance-verlag.de/buecher/kids-in-balance.html. Besprechungen zu einigen Bilderbüchern sind hier nachzulesen: https://www.psychiatrie.de/buecher/kinderjugendliche/kids-in-balance.html.

Lady Liberty Das Leben der jüngsten Marx-Tochter Eleanor

Autorin: Eva Weissweiler

Verlag: Hoffmann & Campe, 978-3-455-00293-5, 20,90 Euro

Kurzbeschreibung: Zum 200. Geburtstag von Karl Marx häufen sich die Veröffentlichungen. Ein Tipp: das Buch von Eva Weissweiler über die jüngste Marx-Tochter Eleanor, genannt "Tussy". Es ist die Neuausgabe ihrer Biographie von 2002, in der sie sich vor allem mit dem "Drama der Vatertochter" auseinandergesetzt hat. In "Lady Liberty", (diesen Namen erhielt sie auf ihrer Vortragsreise durch Amerika) zeigt sie Eleanor nicht nur als Tochter eines übermächtigen Vaters, sondern als politische Aktivistin, als Journalistin, als Übersetzerin, als Literatin. Eleanor sprach mehrere Sprachen fließend und lernte mal eben Norwegisch für eine Ibsen-Übersetzung. Sie war eine tatkräftige Frau, witzig, schlagfertig, klug und belesen, obwohl sie keine Schulbildung im üblichen Sinne erhielt (davon hielt Marx nichts, sie wurde zu Hause unterrichtet) und auch nicht studiert hat. Sie war rhetorisch hoch begabt und wurde nach Marx Tod zur Gallionsfigur der englischen Gewerkschaftsbewegung, besonders für die Frauen. Unerschrocken hat sie sich in die Fabrikhöllen begeben und in die Slums und darüber in zahlreichen Artikeln berichtet. Sie war maßgeblich beteiligt an der 2. und 3. Ausgabe des Kapitals und hat die politische Auseinandersetzung mit Marx´ Werk angeregt. Eine starke Frau also, aber mit verletzlicher Seele. Immer wieder litt sie unter schweren Depressionen. Ihr großer Wunsch, Schauspielerin zu werden, wurde ihr von Marx strikt untersagt. Stattdessen wurde sie seine Sekretärin. "Tussy, that`s me", soll Marx gesagt haben, was einerseits die symbiotische Beziehung der beiden widerspiegelt, andererseits verdeutlicht, wie schwierig es für die Tochter war, ein eigenständiges Leben zu führen. Das ist ihr nach seinem Tod auch nur zum Teil gelungen. Die Beziehung zu Edward Aveling, die sie nach dem Tod ihres Vaters einging und die ähnlich symbiotisch war, war schwierig. Er trank, spielte und betrog sie. 1898 - sie war 43 Jahre alt - erfuhr sie, dass Aveling unter falschem Namen eine junge Schauspielerin geheiratet hatte. Sie beschloss, sich noch am selben Tag umzubringen. Eva Weissweiler hat Hunderte von Dokumenten erstmals ausgewertet, darunter Eleanor Marx` Korrespondenz mit Kautsky, Bernstein, Singer, Adler u.a. Zugleich erfahren wir eine Fülle unbekannter Details aus dem Leben und Wirken von Karl Marx und anderer Protagonisten der Arbeiterbewegung des 19. Jahrhunderts. Ein großartiges, spannend zu lesendes und hochaktuelles Buch.

Perfektionismus Mit hohen Ansprüchen selbstbestimmt leben

Autorinnen: Christine Altstötter-Gleich, Fay C.M. Geisler

Balance Ratgeber, 1. Auflage 2017, 16,00 € 160 Seiten, ISBN: 978-3-86739-165-8

Kurzbeschreibung: Das Titelbild lässt stutzen: zwei Hände halten eine kleine Keramikschale. Sie zeigt deutliche Bruchspuren, die zwar sorgsam geflickt wurden – trotzdem fragt man sich unwillkürlich: Wie passt diese „unperfekte“ Schale zum Thema dieses Ratgebers? Die Antwort geben die Autorinnen im Vorwort: Es handelt sich um eine japanische Teeschale, die nach traditioneller Methode mit einer Kittmasse repariert wurde, die feinstes Pulvergold enthält. Die Technik steht in der Tradition des Zen-Buddhismus und ist Ausdruck der Wertschätzung von Fehlerhaftigkeit. Soll heißen: Fehler sind menschlich und lassen sich nicht vermeiden. Und: Öfter als man denkt, bringen sie etwas hervor, was eine neue und positive Qualität hat.

Für perfektionistische Menschen ist es sicher unendlich schwer, ihre Fehler wertzuschätzen und darin gar etwas Positives zu sehen. Wer das kann, wird gut mit hohen Ansprüchen leben. Daneben gibt es jedoch auch Formen der Charaktereigenschaft, unter denen die Betroffenen, ihr Selbstwertgefühl und ihre sozialen Kontakte leiden. Und die zum Risiko werden können für schwerere psychische Erkrankungen.

Damit beschäftigt sich dieser Ratgeber aus dem Balance Verlag. Die Autorinnen, beide Psychologinnen mit Lehrstühlen in Koblenz bzw. Greifswald, zeigen auf, welche Prozesse daran beteiligt sind, dass Perfektionismus zum Problem werden kann, welche Ursachen zugrunde liegen (können) und wie man der „Perfektionismus-Falle“ entkommen kann.

Wie jeder Ratgeber aus dieser Reihe ist er auch als Hilfe zur Selbsthilfe gedacht. Dazu laden zahlreiche Übungen und Abbildungen ein. Ergänzend sind weitere Materialien im Downloadbereich zu finden.  

www.balance-verlag.de/buecher/detail/book-detail/perfektionismus.html

Zeitschriften

Die Kerbe hat in ihrer aktuellen Ausgabe den Schwerpunkt Psychopharmaka: Segen oder Fluch *. Ein Thema, das immer wieder heftige Debatten auslöst. Das lassen auch einige Artikel erwarten, wie z.B. der von Volkmar Aderhold, Jan Schlimme und Stefan Weinmann, die über Reduzieren und Absetzen von Antipsychotika schreiben und Empfehlungen zu einer kontrollierten Dosisreduktion geben. Sowie der Beitrag von Peter und Sabine Ansari über Depressionen und Antidepressiva. Von Serotonin und anderen Mythen. Sie greifen eine Entdeckung auf, die bereits vor über 100 Jahre gemacht wurde: Depressionen hören von alleine auf. Das Inhaltsverzeichnis und Leseproben findet man hier: www.kerbe.info/das-heft/aktuelle-ausgabe/   

Die Psychosoziale Umschau hat das Thema Sich zeigen. Die Beiträge beschäftigen sich mit der Problematik, ob und wie man als Betroffene oder Angehörige über psychische Erkrankungen spricht – oder doch lieber schweigt. www.psychiatrie-verlag.de/zeitschriften/psychosoziale-umschau.html

Die Zeitschrift Sozialpsychiatrische Informationen vereint im neuen Heft wissenschaftliche und erfahrungsbasierte Artikel zum Thema Spiritualität – Ressource, Hemmnis, Illusion? www.psychiatrie-verlag.de/zeitschriften/sozialpsychiatrische-informationen.html

Wer sich für rechtliche Fragen interessiert wird in der Zeitschrift Recht & Psychiatrie fündig: https://www.psychiatrie-verlag.de/zeitschriften/recht-psychiatrie.html

*Als Ergänzung zum Themenheft der Kerbe sei noch auf das Buch Medikamentenreduktion und Genesung von Psychosen verwiesen, das Jan Schlimme gemeinsam mit der Betroffenen Thelke Scholz und der Angehörigen Renate Seroka geschrieben hat. Es erscheint im Juni im Psychiatrie Verlag www.psychiatrie-verlag.de/buecher/detail/book-detail/medikamentenreduktion-und-genesung-von-psychosen.html . In der aktuellen Ausgabe des kostenlosen Magazins Psyche in Balance spricht das Autorenteam über die Frage, wie man einen Reduktionsprozess erfolgreich gestalten kann. Das Magazin kann man beim Verlag bestellen oder hier online lesen: www.yumpu.com/de/document/view/59924827/pib-2018-1-screen

Angehörige sind Erfahrene

Autor: Fritz Bremer / Hartwig Hansen (Hg.)

Verlag: Paranus Verlag

Kurzbeschreibung: Angehörige psychisch erkrankter Menschen kennen diese Gefühle: Schock, Ratlosigkeit, Ohnmacht, Schuld und Angst. Was hilft, ist, sich der eigenen, besonderen Erfahrungen bewusst zu werden und den Austausch mit anderen zu suchen. Dann kann es auch gelingen, sich von Schuldgefühlen und von dem Empfinden zu lösen, ständig zum Tragen schwerer Verantwortung verpflichtet zu sein. Über all dies berichten Eltern und Partner in diesem Buch und machen anderen Angehörigen damit Mut, ihren eigenen Weg zu finden.

Hier können Sie das Buch direkt beim Verlag erwerben. 


Als Papa mit den Kerzen tanzte

Autor: Kalle Becker

Verlag:
 atp Verlag

Ein Buch für Kinder über das Thema Schizophrenie mit einem Vorwort von Bettina Busch (Eckhard Busch Stiftung)

Kurzbeschreibung: 
Bald ist Weihnachten. Papa zündet die Kerzen am Adventskranz an, setzt sich den Kranz auf den Kopf und ruft: „Ich bin der Weihnachtskönig!“ Milena findet das lustig, doch Mama macht ein besorgtes Gesicht. Papa macht noch mehr komische Sachen und redet verrücktes Zeug. Mama sagt nur: „Papa ist krank.“ Dieses Buch möchte einen Dialog über das Thema Schizophrenie eröffnen. 

Es kann einen Anstoß zur Kommunikation geben und betroffenen Kindern im Grundschulalter zeigen, dass es Wege gibt, aktiv mit dieser beängstigenden Situation umzugehen, so dass alles wieder gut werden kann.

Hier können Sie das Buch direkt beim Verlag bestellen.

Eine Lesung zum Buch fand im Rahmen der lit.COLOGNE statt, am 18. März, 12 Uhr in der Studiobühne (Universitätsstraße 16a). Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Stigma psychische Krankheit: Zum Umgang mit Vorurteilen, Schuldzuweisungen und Diskriminierungen


Stigma psychische Krankheit

Autor: Asmus Finzen

Verlag:
Psychiatrieverlag

Erscheinungstermin: 11. September 2013

Kurzbeschreibung: Wer kennt nicht das Schlagwort vom Stigma als zweite Krankheit bei einer psychischen Erkrankung? Dieses Thema beleuchtet Asmus Finzen in seinem Buch „Stigma psychische Krankheit – Zum Umgang mit Vorurteilen, Schuldzuweisungen und Diskriminierungen“ und zeigt dabei die Auswirkungen auf betroffene Menschen und deren Angehörige auf. Welche Vorurteile bestehen gegenüber psychisch erkrankten Menschen und inwieweit sind diese überhaupt richtig? Finzen versucht, die Rolle der Medien zu klären, und geht der Frage nach, wie die Psychiatrie selbst dazu beiträgt, Vorurteile zu festigen. Am Beispiel der „schizophrenogenen Mutter“ zeigt er auf, wie überholte Lehrmeinungen weiter in den Köpfen festsitzen. Antistigmaarbeit funktioniert von unten, in der Begegnung in der Nachbarschaft.

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Nele im Nebel

Vom Leben mit psychisch kranken Eltern

Taschenbuch:
120 Seiten

Verlag: Mabuse-Verlag

Erscheinungstermin: Auflage 1 (30. September 2013)

Kurzbeschreibung: Die dreizehnjährige Nele lebt mit ihrer jüngeren Schwester Kiki in einer Wohngruppe. Papa wohnte schon lange nicht mehr bei ihnen. Mama wurde erst immer merkwürdiger und ist dann plötzlich verschwunden. Als Nele eine Lungenentzündung bei Onkel Leo und Tante Friedel auskurieren soll, ist sie alles andere als begeistert: Was soll sie denn auf einer öden Nordsee-Insel? Bestimmt wird sie Kiki ganz furchtbar vermissen. Doch Leo und Friedel entpuppen sich als schwer in Ordnung. Als Nele auch noch den um ein Jahr älteren Tonke kennenlernt, steht sie plötzlich vor einer schwierigen Entscheidung. Behutsam, aber ohne Beschönigungen erzählt 'Nele im Nebel' von dem schwierigen Weg, den viele Kinder psychisch kranker Eltern gehen müssen. Es macht Mut, spendet Trost und zeigt: Egal, was mit Mama und Papa los ist, jedes Kind hat das Recht auf ein eigenes Leben. Der Roman eignet sich auch für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen psychisch kranker Eltern. (Quelle: amazon.de)

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Übersehene Kinder

Biografien erwachsener Töchter von Borderline-Müttern

Taschenbuch:
556 Seiten

Verlag:
Marta Press

Erscheinungstermin: Auflage 1 (14. August 2013)

Kurzbeschreibung: 32 erwachsene Töchter zwischen 19 und 62 Jahren beschreiben ihr Leben, das durch ihre Mütter, die an der Borderline Persönlichkeitsstörung erkrankt sind, wesentlich geprägt wurde. Ein Tabu-Thema: Alle 32 Töchter erlebten psychische Gewalt, viele von ihnen auch körperliche Gewalt und manche von ihnen sogar sexuelle Gewalt durch ihre Mütter! Die Mütter sind an Borderline erkrankt, weil sie in ihrer eigenen Kindheit oder Jugend durch emotionale Vernachlässigung, körperliche, sexuelle und/oder psychische Gewalt, durch Verlusterfahrungen und/oder Krieg traumatisiert worden sind. 

Diese, von ihnen unbearbeiteten, Traumata haben Auswirkungen auf ihr eigenes Leben und das ihrer Kinder und Enkelkinder. In der Gesellschaft und in psychiatrisch-therapeutischen Kontexten gehören die Töchter und Söhne auch heute noch zu den "übersehenen" Kindern psychisch kranker Eltern(teile). Zugleich werden frauenfeindliche gesellschaftliche Strukturen und Mechanismen sowie ihre Auswirkungen auf die Biografien der Mütter und der Töchter deutlich. Die Autorinnen hoffen, dass, ausgehend von den dargestellten Erfahrungen und den daraus gewonnenen Erkenntnissen, die transgenerationale Weitergabe von Traumatisierungserfahrungen in jetzigen und zukünftigen Familien wenigstens abgemildert werden kann. Im Praxisteil stellt Psychologin Marianne Stygerhierfür Ideen zur "Frühen Hilfe" für Borderline-Mütter und ihre Kinder vor.

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Patenschaften praxisnah

Autorinnen: Christine Perzlmaier und Birgit Sonnenberg

Taschenbuch:
246 Seiten

Verlag:
Beltz Juventa

Erscheinungstermin: Auflage: 1 (4. März 2013)

Kurzbeschreibung:
Das Buch „Patenschaften praxisnah“ von Christine Perzlmaier und Birgit Sonnenberg (beide Sozialdienst katholischer Frauen e.V., München) beschreibt die praxisnahe Umsetzung von ehrenamtlichen Kinder- und Familienpatenschaften und deren grundsätzliche Bedeutung. Ein eigenes Kapitel ist Patenschaften für Kinder psychisch erkrankter Eltern vorbehalten.

Im Mittelpunkt steht die erfolgreiche Vermittlung von Paten und Familien. Auch Stolpersteine für eine gelungene Patenschaft kommen zur Sprache. In vielen Praxisbeispielen werden die Herausforderungen für alle Beteiligten veranschaulicht.

Das Buch, das im Beltz-Verlag erschienen ist, richtet sich sowohl an Fachkräfte als auch an die Menschen, die an ehrenamtlichen Patenschaften beteiligt oder interessiert sind.

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Helfensbedürftig: Heimfrei ins Dienstleistungsjahrhundert

Autor: Klaus Dörner

Broschiert:
247 Seiten

Verlag:
Paranus Verlag

Erscheinungstermin: Auflage: 2, 25. Juni 2012

Kurzbeschreibung:
Das Wort "helfensbedürftig", das es in der deutschen Sprache eigentlich gar nicht gibt, hat mir die meisten positiven Zuschriften von Leserinnen und Lesern eingetragen. Deshalb will ich es diesem Buch voranstellen.In den letzten dreißig Jahren sind so viele neue ambulante Hilfeformen für die Inklusion integrationsbedürftiger Bürger - nicht zuletzt im "Bürger-Profi-Mix" - erprobt worden, dass wir heute vor zwei Fragen stehen, die die Fragen dieses Buches sein sollen. Da ist einmal die Frage, wie man die unendlich vielen gelungenen Beispiele für neue Hilfeformen sammelt, kritisch bewertet und schließlich so verallgemeinert, dass daraus eine neue und zukunftsfähige Hilfekultur für alle wird...  (Quelle: amazon.de)

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Tigertränen: Tagebuch von Miriam, Tochter einer psychisch kranken Mutter

Autorin: Miriam Sweg

Taschenbuch:
200 Seiten

Verlag:
Re Di Roma-Verlag

Erscheinungstermin: Auflage: 1, 24. Oktober 2012

Kurzbeschreibung:
Jahrelang schwieg Miriam über das, was sie zu Hause erlebte: Keine Geschenke zu Weihnachten, der Strom war abgestellt, die Mutter psychisch krank und in ihrem Verhalten unberechenbar. Anhand ihrer Tagebuchaufzeichnungen macht Miriam, inzwischen erwachsen, auf das Leben, die Herausforderungen und Risiken von Kindern mit einem psychisch kranken Elternteil aufmerksam - den extremen Stress und traumatische Erfahrungen. Gleichzeitig gibt Miriam einen Einblick in ihren Therapieprozess und die Arbeit mit ihrem inneren Team. Authentisch, einfühlsam und Mut machend beschreibt sie ihren Weg des Loslassend und Losgehens, einen Aufbruch zu einem Leben in Freude ... (Quelle: amazon.de)

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Acht Wochen verrückt

Autorin: Eva Lohmann

Taschenbuch: 224 Seiten

Verlag: Piper Taschenbuch

Erscheinungstermin: 16. Juli 2012

Kurzbeschreibung:
Verrückt ist doch jeder, der in die Klapse kommt. Mila also auch. Acht Wochen wird sie erst mal bleiben. Was sie da soll? Und was es eigentlich heißt, normal zu sein? Wer weiß das schon. Auf jeden Fall begegnet sie einer Menge Verrückter – und endlich auch wieder sich selbst. (Quelle: amazon.de)

Über die Autorin:
Eva Lohmann, Jahrgang 1981, arbeitet als Inneneinrichterin und Werbetexterin in Hamburg. Ihr schonungslos offenes Debüt „Acht Wochen verrückt“ über die Erlebnisse ihrer Heldin in einer Psychoklinik fand große Beachtung in der Presse und wurde ein Publikumserfolg. (Quelle: amazon.de)

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Drüberleben: Depressionen sind doch kein Grund, traurig zu sein

Autorin: Kathrin Weßling

Gebundene Ausgabe: 320 Seiten

Verlag:
Goldmann Verlag (3. September 2012)

Kurzbeschreibung:
Ida steht zum wiederholten Mal in ihrem Leben vor der Tür einer psychiatrischen Klinik, mit einem Zettel, auf dem ihr Name und der Grund für ihren Aufenthalt genannt sind. F 32.2. Schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome. "Drüberleben" erzählt von den Tagen nach diesem Tag, von den Nächten, in denen die Monster im Kopf und unter dem Bett wüten, den Momenten, in denen jeder Gedanke ein neuer Einschlag im Krisengebiet ist. Es erzählt von Gruppen, die merkwürdige Namen tragen, von Kaffee in ungesund großen Mengen, von Rückschlägen und kleinen Fortschritten, von Mitpatienten und von Therapeuten. Es ist die Geschichte einer jungen Frau, die sich zehn Wochen in eine Klinik begibt und dort lernt zu kämpfen. Gegen die Angst und gegen das Tiefdruckgebiet im Kopf. (Quelle: amazon.de)

Über die Autorin: 
Kathrin Weßling, 1985 in Ahaus geboren, lebt und atmet in Hamburg. Sie gewann bereits zahlreiche Poetry-Slams und war Protagonistin mehrerer Folgen der Sendung "Slam Tour mit Sarah Kuttner". Es folgten Publikationen in Magazinen wie uMag und jetzt.de. Derzeit arbeitet Kathrin Weßling als freie Texterin und Autorin. (Quelle: amazon.de)

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Psychisch kranke Eltern und ihre Kinder

Die vergessenen Angehörigen

Autor:
Albert Lenz

Verlag: Psychiatrie Verlag GmbH & BALANCE buch + medienverlag

Umfang: 144 Seiten

ISBN: 978-3-88414-541-8

Erscheinungstermin: 1. Auflage 2012

Kurzbeschreibung: Kinder werden innerhalb des psychosozialen Hilfesystems oft übersehen. Dabei ist die Mitversorgung der Kinder psychisch kranker Eltern ein unabdingbarer Bestandteil zur Prävention und zum Schutz der seelischen Gesundheit - der Kinder und der Eltern. Denn Mitversorgung bedeutet auch, die betroffenen Eltern nicht mit ihren Nöten und Ängsten allein zu lassen.

Der Diplom-Psychologe und Autor Prof. Dr. phil. Albert Lenz zeigt, warum und wie Kinder bei der Unterstützung berücksichtigt werden sollten. Ein besonderes Augenmerk gilt auch den systemübergreifenden Hilfen, die Kooperation von Psychiatrie und Jugendhilfe, ohne die vieles nicht zu realisieren wäre.

Weitere Infos finden Sie hier.

Die Kosten betragen 16,95 Euro.


"Mama, Mia und das Schleuderprogramm"

Kindern Borderline erklären

Autorinnen: Christiane Tilly und Anja Link (Text), Anika Merten (Illustrationen)

Umfang: 40 Seiten, gebunden

ISBN: 978-3-86739-075-0

Erscheinungstermin: 1. Auflage 2012

Kurzbeschreibung: Wenn ein Familienmitglied psychisch erkrankt, geraten nicht nur die erwachsenen Angehörigen aus dem Gleichgewicht. Auch die Kinder erleben eine große Verunsicherung und suchen nach Erklärungen für das Verhalten des Elternteils. Häufig fühlen sie sich schuldig an der Situation und machen sich große Sorgen. Es ist wichtig, Kinder nicht allein zu lassen mit ihrer Not, ihren Ängsten, Fragen und Wünschen. Sie brauchen Entlastung und Ermutigung, zum Beispiel auch durch altersgemäße Informationen.

Deshalb hat die Eckhard-Busch-Stiftung ein neues Buch gefördert aus dem BALANCE buch+medienverlag: Mama, Mia und das Schleuderprogramm. Darin wird Kindern ab 4 Jahren die Borderline-Erkrankung erklärt. Den beiden Autorinnen, Christiane Tilly und Anja Offermann, ist eine humorvolle und überraschende Geschichte gelungen, in der eine Waschmaschine die Hauptrolle spielt und Mama und Mia gemeinsam lernen, mit dem Schleuderprogramm der Gefühle besser umzugehen. Anika Merten hat die Geschichte mit entzückenden Bildern illustriert. 

Das Buch erscheint in der engagierten Reihe  »Kindern psychische Erkrankungen erklären«. Dort sind bereits Mamas Monster (über Depressionen) und Der beste Vater der Welt (über Psychosen) erschienen. Mehr Informationen und eine Bestellmöglichkeit gibt es hier. Die Bücher sind aber auch über jede Buchhandlung zu beziehen.

Die Kosten bestragen 12,95 Euro.


Die Füchse von Andorra

Hörbuch und Buch

Autorin: Marjaleena Lembcke

Sprecher: Ulrich Noethen

Verlag Hörbuch: Der Audio Verlag, Dav

Verlag Buch: Nagel &Kimche

Kurzbeschreibung: Das Hörbuch „Die Füchse von Andorra“ von MarjaleenaLembcke wurde in der vergangenen Woche bei der Verleihung des Deutschen Hörbuchpreises in Köln in der Kategorie Kinderhörbuch ausgezeichnet. Erstmals gab es eine Kinder-Jury und die jungen Experten haben sich ein schwieriges Thema ausgewählt: „Die Füchse von Andorra“ beschäftigt sich mit dem Thema Depression.

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Der bipolare Spagat

Buchkritik: Der bipolare Spagat

Verlag:
MVS Medizinverlage Stuttgart

Kurzbeschreibung: Das Buch „Der bipolare Spagat – Manisch-depressive Menschen verstehen“ ist die Hilfe einer Betroffenen für Freunde und Angehörige. Positiv ist ein klarer dreiteiliger Aufbau (Dynamik der bipolaren Störung, Auswirkungen auf Dich und mich, Was hilft Dir? Was hilft mir?). Es gibt viele Gliederungspunkte mit Binnengliederung, direkte Tipps und Ratschläge aus der Sicht einer Betroffenen. Der Angehörige wird in seiner Bedeutung ernst genommen. Es besteht jedoch die Gefahr, den Angehörigen durch die schiere Menge der Ratschläge und einige heftige Forderungen (bei „Fremdgehen“ dies nur als Zeichen der Krankheit zu sehen und nicht persönlich zu nehmen) zu überfordern.

Fazit:
Ein lohnenswertes kleines Buch, in dem sich eine psychisch Kranke traut, Dinge beim Namen zu nennen und das vom Verlag liebevoll bebildert und gut lektoriert wurde.

Es erscheint in den MVS Medizinverlagen Stuttgart, Postfach 30 05 04, 70445 Stuttgart, Tel.: 0711/89 31-0, Branka.Kadri(at)medizinverlage.de.

Die Kosten betragen 17,99 Euro.


Warum ist Mama so traurig, auch wenn die Sonne lacht?

Kindgerechte Berichte über schwere Erkrankungen

Verlag: Mehr Zeit für Kinder e.V.

Kurzbeschreibung:
Unter www.mzfk.de bietet der Verlag Mehr Zeit für Kinder e.V. mehrere Ratgeber für Familien im Umgang mit einer schweren Erkrankung an. Hilfestellung für Familien im Umgang mit Depressionen leistet das Buch „Warum ist Mama so traurig, auch wenn die Sonne lacht?“. Es besteht aus zwei Teilen. Eine Vorlesegeschichte im ersten Teil richtet sich an Kinder im späten Kindergarten- und frühen Grundschulalter. Praxisorientierten Rat und Anregungen für den gemeinsamen Alltag finden Eltern im zweiten Teil des Buchs. Weitere Ratgeber gibt es zu den Themen „Warum legt Oma die Brille in den Kühlschrank? Familienalltag mit Demenz“ und „Warum trägt Mama im Sommer eine Mütze? Familienalltag mit der Diagnose Brustkrebs“.

Die Bücher sind erhältlich als Hardcover für 4,98 Euro. Außer über die Website lassen sich die Ratgeber auch per E-Mail unter info(at)mzfk.de oder telefonisch (069/156 89 60) bestellen. 


Lieber Matz, Dein Papa hat 'ne Meise

Herausgeber: Sebastian Schlösser

Verlag: Ullstein Verlag

Erscheinungstermin: September 2011

Kurzbeschreibung: Mit der Diagnose „manisch-depressiv“ landet Sebastian Schlösser in der Psychiatrie. In seinem Buch erzählt er seinem achtjährigen Sohn, was die Krankheit mit ihm gemacht hat – mutig, anrührend und liebevoll.

Sebastian Schlösser gilt als Shooting Star. Mit gerade mal 27 wird er Theaterregisseur am Hamburger Schauspielhaus. Doch der Höhenflug endet abrupt: Sebastian Schlösser leidet an einer bipolaren Störung. In den manischen Phasen ist er größenwahnsinnig, arbeitet Tag und Nacht und ist durch nichts zu bremsen. In den depressiven Phasen ist er so in sich gefangen, dass er nichts mehr fühlt und an Selbstmord denkt. Schließlich bricht er zusammen und erkennt: So kann es nicht weitergehen. Was mit einem Menschen passiert, der in die „Irrenanstalt“ eingeliefert wird; was es bedeutet, psychisch krank zu sein; und wie schwierig es ist, seine „Meise“ zu bezwingen – das alles beschreibt Schlösser auf wunderbare Weise seinem kleinen Sohn. (Quelle: Ullstein Verlag)

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Nur wer gut für sich sorgt, kann für andere sorgen

Herausgeber: Sabine Marya

Verlag: Paranus Verlag der Brücke Neumünster gGmbH

Erscheinungstermin: August 2011

Kurzbeschreibung: Im August 2011 erschien der „Selbsthilfe-Leitfaden für pflegende Fachkräfte und Angehörige“ mit dem programmatischen Titel: „Nur wer gut für sich sorgt, kann für andere sorgen“. Geschrieben hat ihn Sabine Marya, im doppelten Sinne pflegeerfahren – dreizehn Jahre als examinierte Krankenschwester und lange Jahre als pflegende Angehörige. Das Buch ist kritische Bestandsaufnahme und Anleitung zur Selbsthilfe zugleich. Das Credo der Autorin: Nicht nur den Gepflegten sollte es besser gehen, sondern auch den Pflegenden.

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Das Marionetten-Dasein ist vorbei

Herausgeber: Diana Jordan

Verlag:
Paranus Verlag der Brücke Neumünster gGmbH

Erscheinungstermin: September 2011

Kurzbeschreibung:
Diana Jordan ist heute 50 Jahre alt und blickt auf eine Vergangenheit zurück, die ihr Leben noch heute prägt: Eine Kindheit und Jugend, in der sie von Stiefvater und „Onkel“ missbraucht wurde.

Heute sagt sie entschieden: „Das Marionetten-Dasein ist vorbei“ und hat ein Buch über ihre Erfahrungen geschrieben, um andere Betroffene zu ermutigen, sich ebenfalls auf den Weg zu machen. Sie sagt: „Viele Gespräche, Tränen, Gefühlschaos und Suizidgedanken liegen hinter mir. Ich möchte, so gut es geht, all das erzählen, was mich Stück für Stück nach vorne gebracht hat. Meine Sichtweise hat sich verändert, in Bezug auf meine Kinder, auf mich selbst und auf das Leben im Allgemeinen.“

Irene Johns, die Vorsitzende des Deutschen Kinderschutzbundes Schleswig-Holstein, dankt der Autorin in einem Nachwort für ihren Mut und verweist darauf, dass das Thema „Sexueller Missbrauch“ nicht genug Öffentlichkeit bekommen kann.

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Kinder mit psychisch kranken Eltern: Klinik und Forschung

Herausgeber: Silke Wiegand-Grefe, Fritz Mattejat, Albert Lenz

Verlag: Vandenhoeck&Ruprecht

Erscheinungstermin: Dezember 2010

Kurzbeschreibung: Kinder, die mit psychisch kranken Eltern zusammen leben, laufen Gefahr selbst eine psychische Erkrankung zu entwickeln. Das Buch gibt einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand zu Risiko- und Schutzfaktoren, die Einfluss auf die Kinder haben können, sowie zu klinischen Entwicklungen, Familienfunktionalität, Lebensqualität und Evaluation.

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Annikas andere Welt

Reihe „Sowas!“, Band 8

Autoren:
Sigrun Eder, Petra Rebhandl

Verlag:
editionriedenburg

Erscheinungstermin: März 2011

Kurzbeschreibung: „Annikas andere Welt“ vermittelt Kindern psychisch kranker Eltern kindgerecht aufbereitetes Wissen über Krankheitsbilder, Anzeichen und Auswirkungen auf ihre Eltern und die Familie. Daneben werden Eltern und Angehörige darüber informiert, wie Kinder die psychische Krankheit ihrer Eltern erleben, welche Probleme eventuell auftreten und wie sie damit umgehen können. Für PsychologInnen und PsychotherapeutInnen bietet das Buch zudem Anregungen und Arbeitsblätter.

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