LITERATUR

Hier finden Sie empfehlenswerte Literatur - sowohl für Betroffene als auch für deren Angehörige

MIT DER RICHTIGEN ERNÄHRUNG GEGEN DEN SEELENBLUES

Einfache und wirksame Hilfe bei Depression, Burnout und Stimmungstief

Autorin: Tanja Salkowski
Verlag: Penguin Random House / Kösel Verlag
Lieber gut essen statt schlecht drauf

Unsere Ernährung hat einen starken Einfluss auf unser seelisches Wohl- befinden. Das gilt auch für Menschen mit Depressionen, Burn-out oder Stimmungsschwankungen. Tanja Salkowski weiß das aus eigener Erfah- rung. In diesem Buch erklärt sie die wichtige Rolle des Darms als Gute-Lau- ne-Zentrale und wie Gefühle unser Essverhalten steuern. Außerdem ver- rät sie viele praktische Tipps und Tricks, die ihr dabei geholfen haben, den inneren Schweinehund bei Kochunlust selbst an Tagen zu überwinden, an denen man nicht mal die Energie hat, um überhaupt aufzustehen. Ihre Ruck-Zuck-Gerichte – von einfachen Ein-Topf-Rezepten über Wachmacher bis hin zu gesunden Snacks für träge Tage auf der Couch – bauen nicht nur mental auf, sie sind auch reinstes Seelenfutter. Dieses Buch möchte Betroffe- ne dabei unterstützen, ihr Leben Schritt für Schritt wieder selbst in die Hand zu nehmen und das Gefühl von Selbstermächtigung zurückzugewinnen.

»Tanja Salkowski weiß aus eigener Erfahrung, dass man über das eigene Ess- verhalten seelische Verstimmungen besser regulieren kann. Ein kluges und hilfreiches Buch zu den Zusammenhängen zwischen Nahrung und Körper und wie man selbst Einfluss darauf nehmen kann.«

Klaus Bernhardt, Heilpraktiker für Psychotherapie und Bestsellerautor (22. Fe- bruar 2021)

Quelle: https://www.penguinrandomhouse.de/Paperback/Mit-der-richti- gen-Ernaehrung-gegen-den-Seelenblues/Tanja-Salkowski/Koesel/e575819. rhd


Wahnsinnig nah

Ein Buch für Familien und Freunde psychisch erkrankter Menschen

Hg: BApK e.V.

Verlag: BALANCE ratgeber

Wer zum ersten Mal als Angehörige oder Freund mit einer psychischen Erkrankung konfrontiert ist, hat viele Fragen: Wie konnte es dazu kommen? Hätte ich mich mehr kümmern müssen? Was sagen die Freunde, was der Arbeitgeber? Muss ich jetzt die ganze Verantwortung übernehmen und wie lange soll das gehen? Wer unterstützt mich und wo finde ich verlässliche Informationen?

Der Bundesverband der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen (BApK e. V.) ist der Herausgeber diese neuen Ratgebers für Familien und Freunde, die einen Menschen mit einer psychischen Erkrankung begleiten. In dem im Mai 2021 erschienenen Buch erzählen Mütter und Väter, Töchter und Söhne, Partnerinnen und Partner, Freundinnen und Freunde davon wie es gelingen kann, gemeinsam den oftmals schwierigen Alltag zu bewältigen. „Manchmal hätte ich meine Freundin am liebsten geschüttelt und angeschrien, ihr gesagt, dass sie sich mal zusammenreißen soll, es anderen viel schlimmer geht!“, beschreibt eine Autorin stellvertretend für viele andere ihre Gefühle.

Neben den persönlichen Erfahrungsberichten bietet das Buch Informationen zu Diagnosen und Behandlungsmöglichkeiten, die eine erste Orientierung im Hinblick auf die Vielzahl psychosozialer, psychotherapeutischer und medizinischer Hilfeangebote geben. Tipps zur einer rücksichtsvollen Kommunikation und selbstverantwortlichen Achtsamkeit helfen, mit den Betroffenen in Kontakt zu bleiben und dabei die eigenen Bedürfnisse nicht aus den Augen zu verlieren.

erste Auflage 2021, Köln
160 Seiten, kartoniert, ISBN: 978-3-86739-190-0

Quelle: www.bapk.de/publikationen/produkt.html


Depression – und jetzt?

Wegweiser einer Erfahrungsexpertin

Autorin: Nora Fieling

Verlag: Starks Sture

Die erfolgreiche 35-jährige Bloggerin Nora Fieling veröffentlicht im Starks-Sture Verlag ihr erstes Buch. Ein Wegweiser für Betroffene von Depressionen und deren Angehörige, der neben fachlichen Informationen einen tiefen Einblick in die persönlichen Erfahrungen der Autorin mit der Krankheit gibt.

In “Depression – und jetzt?” erhält der Leser wertvolle Unterstützung von der Autorin und erfahrenen Peer-Beraterin Nora Fieling. Ihr Erleben, ihre Erkenntnisse und das gesammelte Fachwissen in Bezug auf die Depression gibt sie nicht mehr nur auf ihrem Blog “Nora Fieling – Ja zum Gefühl” weiter, sondern ab sofort auch in Buchform.
Warum ich? Was nun? Therapie oder Selbsthilfegruppe? Medikamente ja oder nein? Psychologe oder Psychiater – welcher Arzt ist der richtige für mich? Wo finde ich die passende Hilfe? Welche Therapie wird von der Krankenkasse erstattet? Wie gehe ich mit dem Thema Arbeit und Krankheit um? Wie kann ich oder wie können meine Angehörigen mir helfen?
Diesen und anderen Fragen zum Thema geht Fieling in ihrem Buch auf den Grund. Dabei nimmt sie den Leser an die Hand und unterstützt ihn bei den ersten Schritten nach der Diagnose. Betroffene und Angehörige erhalten hilfreiche Tipps für den Umgang mit Problemen, denen sie im Alltag immer wieder ausgesetzt sind.
Nora Fieling, Erfahrungsexpertin mit Herz, gibt nicht nur konkrete Hilfestellungen, sondern macht durch einen tiefen Einblick in ihre persönlichen Erfahrungen vor allem Mut. Einfühlsam und inspiriert durch die Erlebnisse von Nora erhält der Leser Antworten auf wichtige Fragen zum Thema Depression.

Weitere Informationen zum Buch und zur Autorin erhalten Sie unter:
https://www.starks-sture-verlag.de/buecher/neuerscheinungen/depression-und-jetzt

Text aus der Pressemitteilung zum Buch

Bildquelle: Nora Fieling

Autismus hautnah

Aus dem Rahmen gefallen. Praktische Autismuskunde von einem, der es wissen muss. (2020)

Der Straßensammler. Die unglaublichen Erlebnisse eines autistischen Weltreisenden. (2016)

Kein Anschluss unter diesem Kollegen. Ein Autist im Job. (2014)

Der Junge vom Saturn. Wie ein autistisches Kind die Welt sieht. (2013)

Ein Kaktus zum Valentinstag. Ein Autist und die Liebe. (2012)

Autor: Dr. Peter Schmidt

Verlag: Patmos

Dr. Peter Schmidt ist ein Vielschreiber. Fünf Bücher hat er bereits veröffentlicht. Inhalt: Sein Leben mit Asperger-Autismus. Die Diagnose erfuhr Peter Schmidt erst mit 41 Jahren. Da ist er längst Diplom-Geophysiker, Dr. rer. nat., in verschiedenen Funktionen auch international tätig, u. a. als IT-Experte, verheiratet und Vater von zwei Kindern.

In seinen Büchern erzählt er von all den Hürden, die ein Autist bewältigen muss, um sich in von „Normalos“ geprägtem Alltag zurechtzufinden. Dabei beschönigt Schmidt die Kompliziertheit des Kontakts mit Autisten nicht. Er „tickt“ wie alle Menschen mit dieser Diagnose, die sich durch Schwierigkeiten im Umgang mit Mitmenschen, in der Kommunikation und in sich wiederholenden und stereotypen Verhaltensweisen äußert. Aber er fordert von seinem Umfeld mehr Empathie, Verständnis und Akzeptanz.

Beeindruckend, rührend und oft zum Schmunzeln sind seine Bemühungen, sich jedes noch so schwierige Terrain zu erschließen – sei es in der Schule, im Studium und Beruf und, besonders wichtig – in der Liebe. Denn eins ist für ihn schon früh klar: Alleinsein will er nicht, eine eigene Familie gehört zu seiner Lebensplanung. Dazu muss er eine passende Frau finden. Doch wie kann das gehen? Smalltalk und Flirten sind nicht sein Ding, mit Computern kann er besser als mit Menschen. Deshalb schreibt er eine Checkliste mit für ihn wichtigen Punkten, mit der er mögliche Ehefrauen testet. Er quält sich aber auch durch Liebesfilme, um sich Anregungen zu holen, und lässt sich von seiner Vermieterin, einer älteren, ostpreußischen Dame, in Flirt- und Sexualkunde beraten. Sein (Erfolgs-)Rezept: man muss in einer Frau Sehnsucht erwecken, durch schöne Erinnerungen an gemeinsam Erlebtes zum Beispiel. Mit Sehnsüchten kennt er sich aus, da „funktioniere ich wie alle anderen auch, auch wenn ich ansonsten emotional und zwischenmenschlich anscheinend ganz anders gepolt bin.“

Bei seiner zukünftigen Ehefrau Martina passt dann alles: sie erfüllt die meisten Kriterien der Checkliste – und: es „knistert“ auch gehörig zwischen ihnen. Sie ist „verblüfft von seiner Andersartigkeit und total fasziniert von seiner Intelligenz“, sagt sie in einem Vortrag auf einer Autismustagung in Bad Boll („Mein Mann ist besonders.“; www.ev-akademie-boll.de/fileadmin/res/otg/501010-Schmidt.pdf). „In jedem Gespräch konnte ich etwas lernen, und ich liebte diese Gespräche mit Sinn und Zweck, über tiefe philosophische Themen, über Gott und die Welt so sehr, dass ich sie mein Leben lang haben wollte. Ich wollte gerne die Frau seiner Träume sein.“ Sie liebt ihn und nimmt ihn wie er ist, baut Brücken und leistet Übersetzungshilfen, wenn er etwas nicht versteht oder nicht bewältigen kann. Welch ein Glück für Peter Schmidt, solch einen Menschen an der Seite zu haben.

Das Buch „Ein Kaktus zum Valentinstag“ berührt nicht nur durch offene, freimütige Beschreibungen, insbesondere über die Beziehungen zu seiner Frau und seinen Kindern. Die mit ungewöhnlich lautmalerischen (der drohglockende, rot-weiß gestangte, klengschrankende Bahnübergang) und bildhaften (es regnet im Gesicht) Formulierungen geschriebenen Geschichten zeugen von einer eigenen Poetik und hoher Fabulierkunst.

Seinem neuesten Buch „Aus dem Rahmen gefallen“ merkt man die gewonnene Schreibroutine an. Sprachlich kommt es geschliffener daher, inhaltlich bietet es seine ganzen Erfahrungen als Autist. Sämtliche Lebensphasen und Alltagswelten werden in eigenen Kapiteln behandelt: Schule, Arbeit, Familie. Differenziert, reflektiert und mit vielen Beispielen und Empfehlungen, sodass man zum einen nachfühlen kann, welche Anstrengungen es bedeutet, als autistischer Mensch in einer nicht-autistischen Umwelt zurecht zu kommen. Zum anderen ermöglichen die praktischen Hinweise, einen leichteren Zugang zu autistischen Menschen zu bekommen und einen adäquateren Umgang zu entwickeln, was insbesondere für Schule und Arbeitsplatz bedeutsam ist.    

Peter Schmidt eröffnet mit seinen Büchern Einsichten in eine autistische Innenwelt aus erster Hand. Sie sind autobiografisch und fachlich zugleich. Dazu unterhaltsam und vergnüglich zu lesen durch die „farbige“ Sprache mit genialen Eigenschöpfungen. Ein großartiger Schatz für alle, die privat und beruflich mit autistischen Menschen zu tun haben. Und auch ein Beispiel, wie Inklusion gelingen kann.

Noch mehr über Peter Schmidt erfährt man auf seiner Website: http://dr-peter-schmidt.de/

Und dann sei noch auf das Selbsthilfebuch Autismus von Silke Lipinski verwiesen, das 2020 im Balance buch+medien verlag erschienen ist. Silke Lipinski ist selbst Asperger-Autistin, wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin am Institut für Psychologie der Humboldt-Universität zu Berlin, mit Arbeitsschwerpunkt ambulante Psychotherapie für Erwachsene im Autismus-Spektrum. Ihr Buch ist ein Ratgeber für erwachsene Betroffene, die ihren Forschungsergebnissen zufolge therapeutisch schlechter versorgt sind als Jugendliche. In verständlicher Sprache benennt sie die fachlichen Grundlagen und informiert darüber, was die Diagnose bedeutet und was der Person helfen kann. Ziel ihres Buches ist, autistische Menschen zu ermutigen, sich selbst kennenzulernen, und ihnen Strategien für die Bewältigung ihres Alltags an die Hand zu geben. Zur Unterstützung bietet der Verlag Arbeitsblätter als Downloadmaterial an.

Rezension von Ute Hüper